Mittwoch, 20 August 2014 – 19:02 Uhr

Witwen und Waisen betreuen: Der rechte Gottesdienst

Der rechte Gottesdienst

(bild: bluehand - shutterstock.com)

Wir haben es uns in unserer westlichen Welt gemütlich eingerichtet, unsere Verantwortung an den Sozialstaat und karitative Einrichtungen abgegeben. Doch was sagt Gottes Wort dazu? Entdecken wir Witwen und Waisen in unserem Umfeld? Gesammelte Aussagen von Ellen White

Unter denen, die unser Interesse brauchen, haben die Witwen und Vaterlosen den größten Anspruch auf unsere freundliche Teilnahme und Fürsorge. »Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.« (Jakobus 1,27 Luther 84) – Testimonies 6, 281

Heimat bieten

Soweit es in eurer Macht liegt, bietet dem Heimatlosen eine Heimat! Sind alle bereit, diese Arbeit voranzubringen? Der Herr sagte zu Petrus: »Weide meine Lämmer!« (Johannes 21,15) Diese Aufforderung gilt uns. Wenn wir unser Zuhause für die Waisen öffnen, helfen wir mit, dieses Gebot zu erfüllen. Enttäuschen wir Jesus nicht! – Adventist Home, 170

Waisen, ohne Zuhause, ohne Vater, Mutter, Versuchungen ausgesetzt und schlechten Einflüssen … Wer kümmert sich um diese Heimatlosen? Wer öffnet ihnen seine Türen? Denkt an die Witwen und Waisen! – Review and Herald, 18. November 1884

Der HERR bittet uns: »Die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus!« (Jesaja 58,7 Luther 84) Ihr Christen, seid Väter und Mütter für diese Heimatlosen! Gott wird des Mitgefühls gedenken, das wir gegenüber der Witwe und der Waise in unseren Gebeten und Taten zeigen. Er wird es zu seiner Zeit belohnen. – Review and Herald, 27. Juni 1893

Die Hand ausstrecken

Die Bedürftigen, Unterdrückten, Leidenden, Mittellosen zu sammeln, ist genau das, was schon längst jede Gemeinde tun sollte, die an die gegenwärtige Wahrheit glaubt. Zeigen wir das freundliche Mitgefühl des Samariters! Stillen wir materielle Bedürfnisse, speisen wir Hungrige! Bringen wir Arme und Ausgestoßene zu uns nach Hause! Gott wird uns jeden Tag Gnade und Kraft schenken, mit denen wir in die äußersten Tiefen menschlichen Elends hinabreichen können. So werden wir denen helfen, die sich selbst nicht helfen können. Diese Arbeit ist eine günstige Gelegenheit, Jesus, den Gekreuzigten, zu erheben. – Testimonies 6, 276

Widerwille überwinden

Es gibt Waisen, die Jesus seinen Nachfolgern als Gottes Vermächtnis anvertrauen will. Allzu oft werden sie ignoriert und vernachlässigt. Vielleicht sind sie in Lumpen gekleidet, ungesittet und äußerlich in jeder Hinsicht unattraktiv. Doch sie sind Gottes Eigentum. Sie wurden mit einem Preis erkauft und sind in seinen Augen so wertvoll wie wir. Sie sind Mitglieder von Gottes großer Familie. Als Betreuer für sie verantwortlich sind die Christen. »Ihre Seelen«, sagt er, »will ich von deiner Hand fordern.« – Christ's Object Lessons, 386, 387.

Ein fruchtbarer Boden

Die Witwe, die Waise, der Kranke und Sterbende werden immer Hilfe brauchen. Hier haben wir Gelegenheit das Evangelium zu verkündigen – Jesus zu erheben, die Hoffnung und der Trost aller Menschen. Sobald das Leid des Körpers gelindert wurde, öffnet sich das Herz und man kann das Himmelsbalsam hineingießen. Wenn wir Jesus anschauen und bei ihm Erkenntnis, Kraft und Gnade zapfen, können wir anderen seinen Trost spenden, weil der Tröster bei uns ist. Review and Herald, 25. April 1912

Sei Gottes Wunder!

Der Vater, der im Glauben gestorben ist … hat seine Lieben in dem völligen Vertrauen zurückgelassen, dass der HERR für sie sorgen würde. Doch wie kümmert sich der HERR um diese Hinterbliebenen? Er vollbringt kein Wunder und schickt Manna vom Himmel, er sendet keine Raben mit Essen, sondern er vollbringt ein Wunder in den Herzen der Menschen. Er vertreibt den Egoismus aus der Seele und entsiegelt die Quelle der Mildtätigkeit.

Er prüft die Liebe seiner erklärten Nachfolger, indem er die Betrübten und Hinterbliebenen, die Armen und Waisen ihrer freundlichen Gnade überlässt. Sie sind im besonderen Sinne die Kleinen, auf die Jesus schaut, und deren Vernachlässigung ihn kränkt. Wer sie vernachlässigt, vernachlässigt Jesus in der Person seiner Geplagten.Review and Herald, 27. Juni 1893

 

Wahre Freundschaft mit Jesus

Wenn du den Armen unterstützt, Mitgefühl zeigst mit dem Betrübten und Unterdrückten und die Waise zum Freund machst, bringst du dich selber in eine engere Beziehung zu Jesus. – Review and Herald, 20. April 1886

Am reichlichsten werden die belohnt, die zu ihrer Betriebsamkeit und ihrem Eifer noch liebenswürdiges, freundliches Mitgefühl für die Armen, die Waisen, die Ausgebeuteten und die Betrübten hinzufügen. Wer aber auf die andere Straßenseite wechselt, wer zu beschäftigt ist, um dem Aufmerksamkeit zu schenken, was mit Jesu Blut erkauft wurde, wer zu sehr damit beschäftigt ist Großes zu tun, wird sich ganz hinten wiederfinden. – Review and Herald, 3. Juni 1894

Der Himmel ist für Menschen, die sich aufopfern

Um Waisen kann man sich kümmern. Doch viele wagen sich an so etwas nicht heran. Denn es macht mehr Arbeit, als ihnen lieb ist, sodass ihnen wenig Zeit zum Vergnügen bleibt. Doch wenn der König nachforscht, werden diese faulen, knauserigen, egoistischen Seelen erfahren, dass der Himmel für die gedacht ist, die gearbeitet haben, die sich Jesus zuliebe verleugnet haben. Für jene, die  sich sehr gewissenhaft um sich selbst gesorgt und gekümmert haben, ist kein Platz vorgesehen. Der König drohte denen zu seiner Linken die schreckliche Strafe nicht an, weil sie große Verbrechen begangen hätten; sie werden nicht verdammt für das, was sie getan haben, sondern für das, was sie nicht getan haben. Die Aufgaben, die ihnen der Himmel zuteilte, haben sie nicht erfüllt. Sie taten, was sie wollten.Review and Herald, 16. August 1881

 

Der Stolz des Menschen wird mit den Schätzen begraben, die er durch Arglist angesammelt hat. Gott wird die Witwen und Waisen rächen, die ihn hungrig und nackt um Hilfe vor Unterdrückung und Misshandlung anflehten. – Manuscript Releases 3, 419

Waisenhäuser und andere soziale Einrichtungen

Einrichtungen sollten unterstützt werden, die den Waisen helfen, jenen die abhängig und mittellos sind, den Schwachen und Alten. Wer mit Gesundheit gesegnet ist, ist eingeladen, Jesus bei der Hilfe für die Schwachen zu unterstützen. Gottes Segen ruht auf denen, die Jesus in dieser Arbeit vertreten. – Manuscript Releases 12, 230

Persönliche Betreuung

Die Waisen, die Armen, die betagten Kinder Gottes sollen nicht aus dem Weg geräumt und in großen Zahlen zusammengepfercht werden. Die Gemeindeglieder sollten vielmehr ihr von Gott geschenktes Taktgefühl und ihren Ideenreichtum einsetzen und die Verantwortung tragen, die eine Pflege dieser Kinder des HERRN mit sich bringt. Wenn sie das tun, praktizieren sie die Wahrheiten aus Jesaja 58. – Manuscript Releases 4, 134

Kümmert euch um die Waisen, Witwen und Armen und sorgt dafür, dass kein umherirrendes Schaf in der Wüste zurückbleibt und umkommt, weil sich ihm niemand persönlich gewidmet hat. Lasst den Frieden Gottes durch Glauben in euren Herzen wohnen und seid dankbar! – Review and Herald, 16. Oktober 1894

Ausbildung durch eigene Kinder

Wenn Eltern den Ruf spüren, den sie für die Rettung ihrer eigenen Kinder empfinden sollten, wenn sie sie in ihren Gebeten vor den Gnadenthron bringen und ihren Gebeten entsprechend leben würden, wissend, dass Gott ihnen zuarbeitet, dann können sie auch erfolgreich für Kinder außerhalb ihrer Familie wirken – vor allem für jene, die nicht von ihren Eltern beraten und geleitet werden. Der HERR ruft jedes Gemeindeglied auf, seine Pflicht gegenüber diesen Waisen zu erfüllen. Doch nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern aus Liebe und weil Jesus starb, um sie zu retten. Jesus hat diese Seelen erkauft, damit wir uns um sie kümmern und er erwartet, dass wir sie lieben, wie er uns  geliebt hat, auch in ihren Sünden und ihrem Eigensinn. – Review and Herald, 27. Juni 1893


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